Berliner Landespolitik

Wie Kristin Brinker der Berliner AfD ein bürgerliches Gesicht geben will

Kristin Brinker ist die neue Chefin der Berliner AfD. Sie kam mit den Stimmen des rechten Flügels an die Macht und gilt als gemäßigt. Wie passt das zusammen?

Jenni Roth
Jenni Roth
10 Min
Erst gibt Kristin Brinker als Fraktionsvize auf, dann wird sie überraschend die neue Landeschefin der Berliner AfD.<br>

Erst gibt Kristin Brinker als Fraktionsvize auf, dann wird sie überraschend die neue Landeschefin der Berliner AfD.

© Berliner Zeitung/Markus Wächter

Und das hat sie nötig. In der Berliner AfD ist von Harmonie nicht viel zu spüren. Es herrscht ein offener Krieg in der Fraktion, die Themen sind knallhart, der Umgang auch. Oft geht es um Befindlichkeiten. Das alles ist für Brinker nichts Neues, die Finanzexpertin sitzt seit Jahren für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, war schon Fraktionsvize – bis zum Sommer 2020: Damals gab es Zank um die Fraktionsfinanzen und über das Gutachten eines Wirtschaftsprüfers. Die Affäre spitzte sich zu – bis Brinker am 12. August 2020 hinwarf. Ab da saß sie im Abgeordnetenhaus ganz hinten und es wurde still um sie.

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