Deutscher Corona-Impfstoff

Berlins Wirtschaftssenatorin Pop will Notfallzulassung für Curevac

Der deutsche Impfstoff steht noch viele Wochen vor der offiziellen Zulassung. Ramona Pop will das Vakzin jetzt im Turboverfahren freigeben.

Sophie Barkey Team News sba
2 Min
Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop

© Imago/Ralf Müller

Bis zur offiziellen Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA könnte nach der Vorstellung der Ergebnisse der Phase-3-Studie in den kommenden Wochen noch viel Zeit vergehen. Pop wolle diese Wartezeit verkürzen und das Vakzin des deutschen Herstellers mit einer Notfallzulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut bald zum Einsatz bringen. Zuvor hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach das Gleiche gefordert.

Hoffnung auf mehr Impfungen nach dem Gipfel am Montag

„Der Impfgipfel am Montag muss den Startschuss dafür geben, dass in den kommenden Wochen deutlich mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden können“, sagte Pop gegenüber der Zeitung. „Hier braucht es schnelle Maßnahmen und keine Phantomdebatten wie die Beschaffung von Sputnik-Impfstoff.“

Das Risiko durch Hirnvenenthrombosen gilt bei dem Corona-Impfstoff von Curevac als vergleichsweise gering. Auf eigenes Risiko wolle das Unternehmen bis zum Ende des Jahres 300 Millionen Dosen herstellen, wie es kürzlich bekannt gab.

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