Harald Hoßfeld ist einer der Obdachlosen, die in Berlin dieser Tage gegen die Pandemie gewappnet werden. Die Senatsverwaltung für Soziales hat bis zu 3000 Dosen Johnson & Johnson bereitgestellt. Mobile Impfteams sind seit Dienstag an mehr als 20 Orten der Wohnungslosenhilfe im Einsatz. Bei der Stadtmission haben sie ein kleines Impfzentrum eingerichtet – für 160 Dosen an diesem Mittwoch und noch einmal 160 am Donnerstag. Ein Soldat im Tarnanzug wartet vor dem Gebäude auf Beobachter, Journalisten, Kamerateams, die er abweisen müsste, die aber ohnehin nicht da sind. Der Senat möchte die Privatsphäre der Geimpften gewahrt wissen. Der Soldat nimmt die Impfwilligen in Empfang, leitet sie ins Innere. Die Formalitäten werden erledigt, die Dosis verabreicht: „Fertig!“, sagt Harald Hoßfeld, „das ging ruckzuck.“
Besuch bei der Stadtmission
Wie Impfungen Obdachlosen eine neue Perspektive geben
Die Geschichte eines 60-Jährigen, der durch Corona seinen Job verlor, auf der Straße landete, beinahe umgekommen wäre – und nun einen Neustart wagt.
6 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Harald Hoßfeld mit seiner Impfbescheinigung. In der Stadtmission an der Lehrter Straße wurde der 60-jährige Obdachlose mit Johnson & Johnson geimpft.
© Sabine Gudath
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*