Diese Impfungen könnten bei Kinder- und Jugendärzten, vielleicht auch in den Schulen selbst vorgenommen werden, sagte der Minister. Er hoffe auf die baldige Zulassung eines Impfstoffs durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) für Kinder über zwölf Jahre. „Es würde uns sehr helfen“, sagte er.
Biontech beantragt Impf-Zulassung für Kinder ab 12
Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, verwies auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn auf die Gefahren des Coronavirus gerade auch für Kinder. Das sogenannte Long-Covid-Syndrom, also das dauerhafte Auftreten von Symptomen wie Erschöpfung und Atemproblemen nach einer Infektion, trete auch bei Kindern auf, sagte Wieler.
Ein Problem sei auch die Weiterverbreitung des Virus durch Kinder. „Kinder tragen auf jeden Fall zum Infektionsgeschehen bei“, sagte Wieler. Dies gelte besonders, wenn Kitas und Schulen geöffnet seien und dort „Hygienekonzepte nicht oder nicht konsequent umgesetzt werden“.
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Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech könnte nach Angaben von Unternehmenschef Ugur Sahin schon in wenigen Wochen für Kinder einsatzbereit sein und damit sehr viel früher als erwartet. Bereits im Juni könnte das Vakzin für Kinder ab zwölf Jahren etwa in der EU zugelassen werden, im Herbst dann auch für alle jüngeren Kinder ab sechs Monaten, sagte Sahin in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Spiegel.
Schon am kommenden Mittwoch soll laut Sahin bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zunächst die Zulassung für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden. Die Prüfung dauert in der Regel wenige Wochen.
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