Es wäre hilfreich gewesen, die Ärzte vorab in die Überlegung mit einzubeziehen, auch vor dem Hintergrund, dass gerade erst die Priorisierungsgruppe 3 zum Impfen eingeladen werde, so die KV. Viele Menschen – auch mit chronischen Erkrankungen – hätten noch keine Impfung erhalten, hieß es weiter. Die KV Berlin bittet die Ärzte jetzt, an den Kriterien wie Alter, Vorerkrankung und Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen festzuhalten.
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Es sei völlig unklar, ob die Arztpraxen in Berlin dem Patientenansturm gewachsen seien. „Mit der kurzfristigen Aufhebung der Priorisierung weckt der Berliner Senat falsche Erwartungen bei den Berlinerinnen und Berlinern und provoziert damit das Chaos in den Praxen. Die Frage der Impfpriorisierung darf nicht zum Wahlkampfthema gemacht werden, sondern hat wohlüberlegte sachliche Hintergründe“, heißt es abschließend aus der KV. Bisher war die Vergabe des Impfstoffs an Kriterien wie Alter, Vorerkrankung und die Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen geknüpft.
Senat räumt ein: Corona-Impfstoff weiterhin knapp
Das Vorgehen des Senats bedeutet allerdings nicht, dass jeder sofort nächste Woche geimpft werden kann. Die verfügbaren Impfstoffmengen sind laut Gesundheitsverwaltung zunächst weiter relativ knapp, erst ab Juni werde mit größeren Mengen gerechnet. Patienten, die zu einer der drei Prioritätengruppen zählen und noch nicht geimpft sind, hätten zudem weiter Vorrang, erläuterte der Sprecher. Für die Impfzentren der Hauptstadt ändere sich am bisherigen Vorgehen zunächst nichts.
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