Corona-Impfung

Kinder und Jugendliche sollen in Schulen und Arztpraxen geimpft werden

Jens Spahn hat ein Impfangebot für Zwölf- bis 18-Jährige bis zum Ende der Sommerferien angekündigt. Ärzte bezweifeln den Zeitplan aber.

Team News AFP/kmi
3 Min
Zwölf- bis 18-Jährige könnten künftig in Schulen oder beim Hausarzt geimpft werden. Ob es bei den von Jens Spahn in Aussicht gestellten Terminen bleibt, ist nach Ansicht von Ärzten aber fraglich.

Zwölf- bis 18-Jährige könnten künftig in Schulen oder beim Hausarzt geimpft werden. Ob es bei den von Jens Spahn in Aussicht gestellten Terminen bleibt, ist nach Ansicht von Ärzten aber fraglich.

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imago/Westend61

Für viele Eltern sei es wichtig, dabei zu sein, wenn ihre Kinder geimpft werden, sagte die Karliczek. „Von daher ist es dann vielleicht sogar einfacher, das beim Hausarzt zu machen.“ Spahn hatte angekündigt, dass bis zum Ende der Sommerferien den Zwölf- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll. Er bekräftigte am Mittwoch, dass es eine „freiwillige Entscheidung“ der Kinder und Eltern bleiben werde.

Nach Kanada und den USA könnte auch Europa noch in diesem Monat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder zulassen. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) arbeitet an einer beschleunigten Zulassung für Zwölf- bis 15-Jährige.

Ärzteverband: Pläne für Termine im Spätsommer überambitioniert

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte zweifelte am Zeitplan für die Impfungen bei den Jüngsten. Verbandspräsident Thomas Fischbach sagte der Düsseldorfer Rheinischen Post vom Mittwoch, die Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde EMA zu den Impfstoffen für die Zwölf- bis 16-Jährigen stehe noch aus – und dann müsse auch noch die Ständige Impfkommission zustimmen. „Deswegen halte ich die derzeit verkündeten Zeitpläne mit Terminen im Spätsommer für überambitioniert.“

In einer Presserklärung betonte Fischbach zugleich: „Wir Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte stehen bereit. Wir wollen die Jugendlichen in unseren Praxen sobald wie möglich gegen Covid-19 impfen.“ Gleiches gelte zur gegebenen Zeit für die Kinder.

Stiko dämpft Erwartungen auf eine schnelle Impfempfehlung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) dämpfte Erwartungen an eine schnelle generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. „Wir wollen in jedem Fall die Daten zur Impfung von Kindern genau prüfen, bevor eine generelle Impfempfehlung für Kinder gegeben werden kann“, sagte der Vorsitzende Thomas Mertens der Welt. „Das ist das richtige Vorgehen: Erst die Evidenz schaffen und dann empfehlen.“

Im Moment gebe es noch keine detaillierten Daten der Impfstudie bei Kindern. „Derzeit diskutierte Argumente wie Urlaub können nicht die primären entscheidungsrelevanten Argumente der Stiko sein“, sagte Mertens. Wenn die Zulassung für Kinder von zwölf bis 15 Jahren erteilt sei, „dann sollten tatsächlich Kinder mit schweren Vorerkrankungen zuerst geimpft werden“.

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