Wolff meint in dem Buch etwa, die DDR sei im Vergleich zur Bundesrepublik „der tatsächliche Rechtsstaat“ gewesen. Und Krenz notiert: „Die bundesdeutsche Justiz ... hat ihren Klassenauftrag erfüllt und all unsere Vorurteile als begründet bestätigt.“ Die Autoren leisteten ihren Beitrag zur „Aufarbeitung der Aufarbeitung“, schreibt dazu der Verlag.
Auf Machtübernahme folgte Parteiausschluss und Gefängnis
Krenz hatte nach dem erzwungenen Rücktritt von Honecker am 18. Oktober 1989 kurzzeitig die Macht übernommen. Der Generalsekretär der DDR-Einheitspartei SED trat nach dem Mauerfall Anfang Dezember 1989 mit der gesamten SED-Führungsriege zurück. Anfang 1990 wurde er aus der SED/PDS ausgeschlossen. Krenz hat mehrere Bücher über seine DDR-Sicht veröffentlicht. Zuletzt veröffentlichte der Ex-Spitzenfunktionär 2019 „Wir und die Russen“. Das Buch wurde im Kreise alter Genossen in Berlin vorgestellt.
Egon Krenz: Nichts verbindet die Werte der DDR mit der Ideologie der AfD
Die DDR auf Dauer…
Friedrich Wolff hatte nach dem Mauerfall in Prozessen gegen die DDR-Politprominenz als Anwalt auch Erich Honecker verteidigt. In der DDR verteidigte Wolff in Strafprozessen auch Beteiligte am DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Zudem war der Jurist langjähriger Vorsitzender des Berliner Rechtsanwaltskollegiums.
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