Im März 2019 sprach die Schauspielerin erstmals in einem Podcast über Depressionen. Vergangenen Monat berichtete sie im Interview mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin offen von ihren Symptomen, ihrer ersten Therapie und dem „Tiefpunkt“ vor zehn Jahren. Über das Thema zu sprechen, empfinde sie als „gesellschaftliche Marktforschung“, sagte Tschirner jetzt der tz. Es sei wichtig, herauszufinden, wie die Öffentlichkeit damit umgehe und was sich ändern müsse.
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Nora Tschirner: Viele Betroffene machen keine Therapie
„In den vergangenen Jahren ist viel passiert, aber nur fünf Prozent von dem, was passieren muss“, sagte Tschirner. Oft machten Betroffene immer noch keine Therapie. „Nicht, weil sie nicht wollen, sondern, weil sie wissen: Sie sind kassenärztlich versichert, sie sind im System und können durchs Raster fallen. Da ist vieles noch der Wahnsinn in Tüten.“
Jungen Schauspielern in einer ähnlichen Situation rate sie, gut abzuwägen, ob sie ihre Erkrankung öffentlich machen wollen. „Das können die Leute machen, die sicherer stehen.“ In jedem Fall sollten Betroffene ihre Erkrankung ernst nehmen und nach Hilfe fragen.
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