Labor-Untersuchung

Greenpeace weist verbotene Pestizide in Obst aus Brasilien nach

In 59 Früchten wurden zum Teil hochgefährliche Pestizide entdeckt. Auch deutsche Chemiekonzerne sollen für den Export der Gifte verantwortlich sein.

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
1 Min
Obst in einem Lebensmittelmarkt (Symbolbild).

Obst in einem Lebensmittelmarkt (Symbolbild).

© Imago/Müller-Stauffenberg

„Auch deutsche Chemieriesen schaden in Brasilien Menschen, Tieren und Natur. Ein toxischer Kreislauf, denn die belasteten Früchte landen wiederum in Deutschland in unserem Obstsalat“, sagte Greenpeace-Handelsexperte Jürgen Knirsch. „Zum Schutz von Mensch und Umwelt muss Peter Altmaier sich beim morgigen EU-Treffen für einen Stopp des Abkommens einsetzen.“

Greenpeace: Freihandelsabkommen fördert Pestizid-Export

Wird an dem umstrittenen Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten festgehalten, sinken den Angaben zufolge die Zölle auf Pestizide, die aus der EU nach Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay exportiert werden.

Greenpeace nahm im April und Mai bundesweit Proben der Früchte in Supermärkten, Discountern und Großmärkten. Die Untersuchung führte ein akkreditiertes und unabhängiges Labor im Auftrag von Greenpeace durch, hieß es.

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