Weltraumforschung

Raumstation „Tiangong“: Chinesischer Transporter an Kernmodul angedockt

Die Mission soll die für Juni geplante Ankunft von drei Taikonauten auf der Raumstation „Tiangong“ vorbereiten.

Team News AFP
2 Min
Im Kosmodrom Wenchang startet eine Rakete mit Nachschub für Chinas neue Raumstation „Tiangong“ (29.5.2021).

Im Kosmodrom Wenchang startet eine Rakete mit Nachschub für Chinas neue Raumstation „Tiangong“ (29.5.2021).

© AP/Xinhua/Guo Wenbin

Der Transporter war am Sonnabend mittels einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch-7 mit zehntägiger Verspätung gestartet. Die Mission war aus technischen Gründen verschoben worden. Sie soll die für Juni geplante Ankunft von drei Taikonauten auf der Raumstation „Tiangong“ („Himmlischer Palast“) vorbereiten.

China hatte Ende April das Modul „Tianhe“, das erste und zentrale Modul der neuen Raumstation, in die Erdumlaufbahn gebracht. Es umkreist die Erde im Abstand von 350 bis 390 Kilometern. Die Raumstation soll im kommenden Jahr betriebsbereit sein. Eine internationale Nutzung wie bei der Internationalen Raumstation ISS ist nicht geplant. Peking hat jedoch erklärt, offen für ausländische Kooperation in der Weltraumforschung zu sein.

Peking will nicht nur auf der Erde, sondern auch im All eine Großmacht werden und investiert Milliardensummen in seine Raumfahrtprogramme. Zuletzt gelang der Volksrepublik eine erfolgreiche Mars-Mission, der Rover „Zhurong“ landete vor zwei Wochen auf dem Roten Planeten. Im Dezember war eine ehrgeizige Mondmission beendet worden; eine Kapsel mit zwei Kilogramm Proben kehrte sicher auf die Erde zurück.

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