Liepnitzsee

Mit der Fähre zum Sehnsuchtsort

Die Radfahrt vom Bahnhof Bernau bis zum Liepnitzsee beruhigt bereits Leib und Seele.

Ida Luise Krenzlin
2 Min
Am Liepnitzsee.<br>

Am Liepnitzsee.

© Imago

Allein schon die längere Radfahrt vom Bahnhof Bernau durch den schattigen Wald zum See beruhigt Leib und Seele. Das Badezeug hüpft fröhlich im Fahrradkorb, die Vorfreude ebenso, wenn es über holprige Waldwege geht. Der Abfahrtsort der Fähre liegt etwas versteckt, aber einmal gefunden, schließt man das Rad an und hält Ausschau nach der Fähre. Keine Sorge, sie setzt regelmäßig über und kostet nicht viel.

Das Ziel der zahlreichen Ausflüge war immer die Liepnitzsee-Insel, die eigentlich Großer Werder heißt. Von der Fähre runter, kommt man an einem Campingplatz vorbei, der einen Kiosk betreibt, wo man alles bekommt, was das Herz eines Sommerfrischlers begehrt: Kuchen und Kaffee oder Bockwurst, Bier und kalte Cola. Auf dem Hinweg sind wir nie eingekehrt, denn die kleine Badestelle war unser Sehnsuchtsort. Ich erinnere mich an lange Nachmittage, die wir planschend und dösend am Inselufer verbrachten. Gegenüber sieht man die größere Badestelle auf dem Festland, das Waldbad Liepnitzsee. Wir waren nie dort.

Fazit: Der Liepnitzsee ist was für Berliner ohne Landhaus oder Datsche. Man braucht kein Haus am See, um glücklich zu sein!

Adresse: Die Fähre zur Insel verkehrt ab Ützdorf, es gibt Anlegestellen am Nord- und am Südufer. Ich empfehle die Oldschool-Anreise per Bahn, Rad und Fähre, denn der Weg ist das Ziel.

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