Darauf sagte Baerbock unter anderem: „Ich wollte alles andere, als mich größer machen, als ich bin, sondern sehr kompakt darstellen, welche Verbindung es auch zu Institutionen gibt, und das war offensichtlich sehr schlampig.“ Sie habe da „offensichtlich einen Fehler gemacht und das tut mir sehr, sehr leid“.
Mit dieser Antwort gibt sich Tina Hassel, die Chefredakteurin des ARD-Hauptstadtstudios ist, nicht zufrieden. Sie fragt weiter: „Sie sagen schlampig, gelten aber eigentlich als Perfektionistin. Wie kann Ihnen denn sowas passieren? Ist Kanzlerkandidatin dann vielleicht doch eine Nummer zu groß?“
Baerbock stürzt in Umfragen zu ihrer Kanzlerkandidatur ab
Baerbock ändert nach Vorwürfen erneut Angaben im Lebenslauf
Baerbock hatte auf ihrer Website unter Mitgliedschaften zunächst unter anderem die Transatlantik-Stiftung German Marshall Fund und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aufgeführt. Später wurde die Seite geändert, die Überschrift lautet statt „Mitgliedschaften“ nun „Beiräte, (Förder-)Mitgliedschaften, regelmäßige Unterstützung“. Die attackierte Kanzlerkandidatin betont, wie sehr sie sich selber ärgere und dass sie nun dafür werben wolle, „das Vertrauen, was vielleicht auch etwas verloren gegangen ist, wieder zurück zu gewinnen“.
Tatsächlich ist Baerbock in den letzten Umfragen deutlich abgestürzt. Im aktuellen Deutschlandtrend wurde unter anderem gefragt, wem die deutschen Wähler bei einer Kanzlerdirektwahl ihre Stimme geben würden. Nur 16 Prozent gaben Annalena Baerbock an, damit steht sie nun an letzter Stelle. Im Mai hatten noch 28 Prozent der Befragten für Baerbock votiert.
Baerbock und Grüne: Wer gewählt werden will, darf sich keine Fehler erlauben
In dem Interview am Donnerstag wollten die Journalisten dann schließlich eine verbindliche Aussage, ob der Lebenslauf von Baerbock nun tatsächlich und endgültig korrekt sei. Hassel fragte direkt: „Da kommt nichts mehr, das war‘s jetzt?“ Die knappe und eindeutige Antwort von Annalena Baerbock: „Ja.“
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