Winterjob

1650 Dollar für eine Woche Schneeschippen: New York sucht schon jetzt Leute für den Winter

New York sucht Schneeschaufler für den Winter 2026/27: Bis zu 45 Dollar Stundenlohn, Anmeldung bis 30. November, bezahlte Einweisung im Dezember.

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Schneefräse statt Schaufel: Arbeiter räumen bei dichtem Schneefall den Times Square in New York. Für den kommenden Winter zahlt die Stadt ihren Schnee-Aushilfen bis zu 45 Dollar pro Stunde. (Archivbild)

Schneefräse statt Schaufel: Arbeiter räumen bei dichtem Schneefall den Times Square in New York. Für den kommenden Winter zahlt die Stadt ihren Schnee-Aushilfen bis zu 45 Dollar pro Stunde. (Archivbild)

© Imago

Eine harte Schneewoche in New York kann sich lohnen. Wer 50 Stunden schaufelt, bekommt von der Stadt 1650 Dollar.

Möglich macht das ein neuer Lohn für die sogenannten Emergency Snow Shovelers. Die ersten 40 Stunden einer Woche werden mit 30 US-Dollar bezahlt, jede weitere mit 45 Dollar. Das hat Bürgermeister Zohran Mamdani am 15. September angekündigt.

Schneeschaufler-Lohn steigt um fast 57 Prozent

Im vergangenen Winter gab es noch 19,14 Dollar pro Stunde. Mit Überstunden waren es 28,71 Dollar.

Umgerechnet sind das nun je nach Kurs grob 25 bis 26 Euro pro Stunde, bei Überstunden rund 38 Euro. Der deutsche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro.

Einen Haken hat der Job trotzdem. Die Helfer arbeiten auf Abruf und verdienen nur, wenn wirklich Schnee liegt. Ein milder Winter bringt also null Dollar.

Blizzard mit Donner: Der Rekordwinter 2025/26

Die Stadt fängt nicht ohne Grund so früh an. Im Februar fegte ein Blizzard über die Ostküste, im Central Park fielen knapp 50 Zentimeter Schnee. Laut NBC New York war es der neuntstärkste Schneesturm seit Beginn der Messungen 1869.

In der Nacht blitzte und donnerte es sogar mitten im Schneetreiben. Meteorologen nennen das Gewitterschnee.

Über den ganzen Winter kamen rund 110 Zentimeter zusammen. Das waren laut CBS New York deutlich mehr als im Durchschnitt.

Mehr als 7800 New Yorker griffen damals zur Schaufel, so viele wie nie. Sie legten unter anderem 34.000 Bushaltestellen und 29.000 Hydranten frei.

„Wenn uns das vergangene Jahr mit Blizzards, Gewittern und Hitzewellen etwas gelehrt hat, dann, dass es nie zu früh ist, sich auf Extremwetter vorzubereiten“, sagt Mamdani.

Warten auf den Gehaltsscheck

Rund lief es trotzdem nicht. Das Lokalportal The City Reporter berichtete im Februar, dass einige Helfer noch einen Monat nach dem großen Januar-Sturm auf ihr Geld warteten.

Das soll sich jetzt ändern. Wer sich bis zum 30. November registriert, bekommt im Dezember eine bezahlte, vierstündige Einweisung. Das Geld soll dann spätestens zwei Wochen nach dem Einsatz auf dem Konto sein.

Voraussetzungen: Wer in New York Schnee schippen darf

Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein, legal in den USA arbeiten dürfen und schwere Arbeit bei Frost aushalten. Nötig sind Sozialversicherungskarte, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und ausgefüllte Steuerformulare.

Passfotos muss niemand mehr mitbringen, die macht die Stadtreinigung jetzt selbst. Der erste Anmeldetermin lief am 19. September in der Bronx, weitere folgen in allen fünf Stadtbezirken.

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Und in Berlin? Da schippt man umsonst

Auch in New York müssen Hauseigentümer den Gehweg vor der Tür selbst räumen. Die bezahlten Helfer kümmern sich um Kreuzungen, Haltestellen, Hydranten und die steilen Treppenstraßen der Stadt.

In Berlin bleibt deutlich mehr an den Anliegern hängen. Laut Straßenreinigungsgesetz müssen sie den Gehweg mindestens einen Meter breit räumen, an Hauptstraßen anderthalb Meter. Hydranten und Briefkästen gehören ausdrücklich dazu.

Ein Stundenlohn ist dafür nicht vorgesehen. Wer die Schaufel in Berlin stehen lässt, bekommt keine 45 Dollar, sondern im Zweifel Post vom Ordnungsamt.

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