Weltraumforschung

Fortpflanzung möglich: Sperma auf dem Mars überlebt 200 Jahre

Ein Experiment der Internationalen Raumstation ISS mit Mäusesperma macht Hoffnung. Die Frage lautet: Ist menschliches Leben auf dem Mars tatsächlich möglich?

Sophie Barkey Team News sba
2 Min
Vielleicht entsteht auf diesem Terrain irgendwann eine Weltraumkolonie. Bislang dachten Forscher, dass kosmische Strahlung die Fortpflanzung von Menschen auf dem Mars unmöglich macht.

Vielleicht entsteht auf diesem Terrain irgendwann eine Weltraumkolonie. Bislang dachten Forscher, dass kosmische Strahlung die Fortpflanzung von Menschen auf dem Mars unmöglich macht.

© Imago

Die Studie ist Teil eines sechsjährigen Experiments auf der Internationalen Raumstation ISS. Dabei wurde Mäusesperma aufbewahrt und kosmischer Strahlung ausgesetzt. Diese Strahlung ist eine hochenergetische Teilchenstrahlung, die von der Sonne, der Milchstraße und anderen Galaxien kommt. Bislang waren Forscher davon ausgegangen, dass sie Spermien so schwer beschädigt, dass Fortpflanzung außerhalb der Erde unmöglich wäre.

Entdeckung ist ein wichtiger Schritt ins Weltraumzeitalter

Umso größer war die Aufregung, als die Forscher viele genetisch gesunde Nachkommen erhielten. Einer der Autoren, Sayaka Wakayama von der japanischen Universität Yamahashi, sagte gegenüber der Zeitung: „Diese Entdeckung ist essentiell für die Menschheit, um im Weltraumzeitalter einen Schritt voranzukommen.“

Aktuell sucht der Mars-Rover „Perseverance“ auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens. Er soll außerdem das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

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