Corona-Pandemie

Lauterbach: Stiko soll Empfehlung für Kinder-Impfungen überdenken

Die Empfehlung der in Berlin ansässigen Stiko bezieht sich nicht auf die riskante Delta-Variante. Karl Lauterbach sieht darin eine Gefahr.

Team News Carola Tunk dpa/ctu
2 Min
Karl Lauterbach hat die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) kritisiert.

Karl Lauterbach hat die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) kritisiert.

© Imago/Reiner Zensen

Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium, das am Robert-Koch-Institut in Berlin angesiedelt ist, begründete seine Empfehlung vor knapp drei Wochen unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

Lauterbach: „Wechselunterricht ist keine Lösung“

„Die Angaben der Stiko beziehen sich immer auf alte Varianten“, kritisierte Lauterbach. „Die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante ist zu riskant. Und Wechselunterricht ist keine Lösung.“ Zugleich regte er an, mehr zu tun, um Impfskeptiker zu gewinnen.

„In Israel steigt die Inzidenz trotz hoher Impfquote und Topwetter wieder an. Es zeigt sich: Echte Normalität wird nur mit einer sehr hohen Impfquote kommen.“ Nach Ansicht von Lauterbach ist eine Impfquote von mehr als 80 Prozent nötig.

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