Bildung und Lehre

Bürokratie in Berlin: „Die Auseinandersetzung mit dem Lageso war unerträglich“

Marieke Brückner wollte sich in Berlin zur Jugendtherapeutin ausbilden lassen, mit einem Master aus Maastricht. Doch das Lageso widersprach. Kein Einzelfall.

Friedrich Conradi
Friedrich Conradi
7 Min
„Psychotherapeutin in Ausbeutung“: Marieke Brückner

„Psychotherapeutin in Ausbeutung“: Marieke Brückner

© Berliner Zeitung

Dabei hätte Brückner in der Stadt mehr als genug zu tun. Anderthalb Jahre nach Beginn der Pandemie zeigen sich verheerende Auswirkungen, gerade was die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen anbelangt. Wer in Berlin einen Therapieplatz sucht, hat es nicht leicht. Jugendliche oder die Angehören von Kindern müssen sich durch Dutzende Praxen telefonieren und sich auf lange Wartezeiten einstellen. Für viele davon bleibt die anstrengende Suche erfolglos. Gerade für Kinder und Jugendliche sind die Therapieplätze dünn gesät. Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung des Lageso, Brückner abzulehnen, mehr als verwunderlich, auch weil in anderen Bundesländern Studienabschlüsse aus dem europäischen Ausland als Zugangsberechtigung zur Approbation längst gängig sind.

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