Bundesgerichtshof hat entschieden

Diebstahl von 100-Kilo-Goldmünze in Berlin: Urteile rechtskräftig

Zwei Männer einer Clan-Familie wurden zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Ein Wachmann bekam drei Jahre und vier Monate. Eine Revision wurde abgewiesen.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
2 Min
Zwei der Angeklagten im Prozess um die gestohlene Goldmünze „Big Maple Leaf“. Die Münze im Wert von 3,75 Millionen Euro war im März 2017 aus dem Bode-Museum gestohlen worden.<br> 

Zwei der Angeklagten im Prozess um die gestohlene Goldmünze „Big Maple Leaf“. Die Münze im Wert von 3,75 Millionen Euro war im März 2017 aus dem Bode-Museum gestohlen worden.
 

© Pressefoto Wagner

Das Berliner Landgericht hatte gegen die zur Tatzeit 18 und 20 Jahre alten Männer wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall eine Jugendstrafe von jeweils viereinhalb Jahren Haft verhängt. Ein Ex-Wachmann, der nach Überzeugung des Gerichts das Museum auskundschaftete, bekam drei Jahre und vier Monate Gefängnis.

Die beiden Männer aus einer polizeibekannten, arabischstämmigen Großfamilie, die bereits zuvor kriminell aufgefallen waren, wurden zudem zu einem Wertersatz von 3,3 Millionen Euro verurteilt, laut Gericht der damalige reine Goldwert. Der Wachmann soll demnach 100.000 Euro zurückzahlen, dies war laut Gericht sein Anteil an der Beute.

Die Münze „Big Maple Leaf“ mit einem Wert von 3,75 Millionen Euro war in der Nacht zum 27. März 2017 aus einer Vitrine gestohlen und mit Schubkarre und Rollbrett abtransportiert worden. Die Diebe waren durch ein Fenster eingestiegen. Die Beute ist bis heute verschwunden und wurde vermutlich zerstückelt und verkauft.

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