Pandemie

Trotz Impfung: 433 Menschen in Berlin an Covid-19 erkrankt

Laut Berlins Stadtentwicklungssenator Scheel handelt sich bei den Fällen um Impfdurchbrecher. Die Zahl sei zwar verschwindend gering, aber es gibt auch Tote.

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Ein Pfleger arbeitet mit Schutzausrüstung auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einem Corona-Patienten.

Ein Pfleger arbeitet mit Schutzausrüstung auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einem Corona-Patienten.

© dpa/Kay Nietfeld

„Das heißt, die Impfung hilft auch wirklich gegen Ansteckungen und gegen die Delta-Variante“, sagte Scheel. In Berlin haben laut dem offiziellen Corona-Lagebericht von Dienstag bereits mehr als 1,6 Millionen Menschen ihre zweite Impfdosis erhalten. „Aber trotzdem darf man das nicht kleinreden“, sagte Scheel. „Denn ein Impfdurchbruch kann auch gravierende Folgen haben, es gibt auch Todesfälle zu beklagen unter diesen Impfdurchbrechern.“

Berliner Senat will 90 Prozent der über Zwölfjährigen durchimpfen 

Der steigende Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz, der in Berlin bei 18 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche liegt, sei noch kein Grund zu großer Sorge, sagte der Senator. „Aber das bestätigt uns, dass die Frage der Impfung das zentrale Thema ist.“

Im Senat sei darüber gesprochen worden, wie sich die Impfbereitschaft erhöhen lasse. „Die gute Botschaft ist, dass wir bis Ende September in der Lage sind, was die Impfdosen angeht, 90 Prozent der über Zwölfjährigen durchzuimpfen“, sagte Scheel. „Das bedeutet aber auch, dass eben noch ein relevanter Anteil von Bürgerinnen und Bürgern des Landes Berlin Impftermine wahrnehmen muss.“

Ab Freitag: Spontan-Impfungen zwischen 14 bis 17 Uhr

Wichtig seien niedrigschwellige Angebote. „Deshalb werden wir ab Freitag dieser Woche in den Impfzentren, in denen Moderna angeboten wird, freie Slots am Nachmittag anbieten, wo also keine vorherige Terminvereinbarung notwendig ist, sondern wo die Leute einfach hinkommen können.“ Viele sind laut dem Senator impfbereit, das Buchen des Impftermins sei aber eine „Zugangsbarriere“ und damit offenbar ein Problem.

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Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung soll es das neue Angebot fürs „Spontan-Impfen“ zunächst für voraussichtlich vier bis sechs Wochen jeweils zwischen 14 und 17 Uhr in den Impfzentren in Tegel, auf dem Messegelände in Charlottenburg und im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding geben.

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