Kurz nach der Ankunft des Moduls war es in der Nacht zu Freitag zu einem Zwischenfall gekommen: Offenbar wegen einer kurzzeitigen Software-Störung schalteten sich „Naukas“ Triebwerke ungeplant an. Dadurch geriet die gesamte ISS in Bewegung. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa verlor für fast eine Stunde die Kontrolle über die Position der Station im All. Nach einem Notfalleinsatz gab es Entwarnung.
Nach acht Tagen Flug: Neues Labor an ISS angekommen – Zwischenfall
„Nauka“ soll auch als Quartier mit eigenem Lebenserhaltungssystem dienen
„Nauka“ ist als Mehrzweckmodul vorrangig für die Forschung gedacht. Es soll aber auch als Mannschaftsquartier mit eigenem Lebenserhaltungssystem dienen. An Bord gibt es auch eine Toilette. Es misst 13 mal 4,11 Meter und wiegt mehr als 20 Tonnen.
Nach dem Vorfall hatte die Nasa den eigentlich für Freitag geplanten Start des von der Firma Boeing entwickelten „Starliner“-Raumschiffs zur ISS verschoben. Ein neuer Startversuch sei nun für Dienstag geplant, am Mittwoch solle der „Starliner“ dann an der ISS andocken, teilte die Nasa am Samstag mit.
Roskosmos: Bis 2028 soll es eine eigene russische Raumstation geben
Mit dem unbemannten Testflug soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass mit dem „Starliner“ künftig Astronauten zur Raumstation transportiert werden können. Das hätte eigentlich schon längst passieren sollen, aber bei einem ersten Test im Dezember 2019 hatte es das Raumschiff nicht zur ISS geschafft, unter anderem wegen eines Problems mit der automatischen Zündung der Antriebe.
Raumfahrt: Astronauten installieren Sonnensegel an ISS
Roskosmos erklärte am Samstag erneut, bis zum Jahr 2028 solle eine eigene russische Raumstation fertig sein. Der wissenschaftlich-technische Rat der russischen Raumfahrtbehörde habe dem bereits angekündigten Bau zugestimmt. Aus der in die Jahre gekommenen ISS wollen die Russen sich zurückziehen.
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