Waldbrände rücken weiter vor

Türkei: Touristen und Einwohner müssen wegen Bränden ihre Häuser verlassen

Im Touristenort Bodrum wurde ein ganzes Viertel evakuiert. Menschen mussten zum Teil per Boot in Sicherheit gebracht werden.

Team News AFP/kmi
2 Min
Ein Löschflugzeug fliegt über einem Waldbrand in der Nähe der Stadt Manavgat in der Provinz Antalya auf. Die Türkei kämpft mit den schwersten Waldbränden seit Jahren.

Ein Löschflugzeug fliegt über einem Waldbrand in der Nähe der Stadt Manavgat in der Provinz Antalya auf. Die Türkei kämpft mit den schwersten Waldbränden seit Jahren.

© dpa/-/XinHua

Auch im Urlaubsort Antalya gab es laut dem Sender NTV Evakuierungen. Bei den vor fünf Tagen ausgebrochenen Bränden im bei Touristen beliebten Süden der Türkei sind bislang sechs Menschen ums Leben gekommen.

Schlimmste Brände seit einem Jahrzehnt in der Türkei

Für der Türkei sind es die schlimmsten Brände seit gut einem Jahrzehnt. Seit Jahresbeginn wurden nach Behördenangaben fast 95.000 Hektar Fläche durch Brände zerstört. In den Jahren 2008 bis 2020 waren es im selben Zeitraum durchschnittlich nur rund 13.000 Hektar.

107 der 112 Waldbrände sind laut dem türkischen Minister für Land- und Forstwirtschaft, Bekir Pakdemirli, inzwischen unter Kontrolle. In den Touristenregionen Antalya und Mugla wüten die Brände, angefacht durch Winde und Hitze, aber immer noch.

Im vergangenen Monat waren die Temperaturen in der Türkei auf Rekordwerte geklettert: Im anatolischen Cizre wurden am 20. Juli 49,1 Grad gemessen. Und die Hitze wird voraussichtlich anhalten: Am Montag wird in Antalya eine Temperatur von 40 Grad erwartet.

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