Debatte

Warum das Wort Femizid das Wort Ehrenmord nicht ersetzen kann

Nach dem Mord an einer Afghanin: Die Berliner Wirklichkeit hat die Diskussion um diese Begriffe längst überholt.

5 Min
Jeder Femizid reflektiert eine patriarchalische Struktur.

Jeder Femizid reflektiert eine patriarchalische Struktur.

© Imago Images

„In Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist kein Ehrenmord, das ist Femizid“, sagte Senatorin für Integration Elke Breitenbach dem Tagesspiegel. Es gehe nicht um die Herkunft und die Nationalität der Täter, es geht um die Frage des Geschlechts. Als Femizid bezeichnet man die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts. Die SPD-Bürgermeisterkandidatin Franziska Giffey dagegen twitterte: „Mich erschüttert der grausame Mord an der jungen Frau und Mutter Maryam zutiefst. Ihr wurde aus verletztem Ehrgefühl das Leben genommen, weil sie so lebte, wie sie es wollte. Es muss klar benannt werden, dass das nichts anderes ist als ein schrecklicher #Ehrenmord.“

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