Das Habitat „Mars Dune Alpha“ ist 160 Quadratmeter groß und steht im „Johnson Space Center“ in Houston, Texas. Große Teile der Marslandschaft wurden demnach mithilfe von 3D-Druckern gefertigt. Die Teilnehmer müssen sich auf anspruchsvolle Herausforderungen einstellen. Dazu werden Ressourcenbeschränkungen, Ausrüstungsausfälle, Kommunikationsverzögerungen und andere Umweltbelastungen gehören.
Rover Perseverance schickt Tonaufnahme von Mars-Fahrt
Kandidaten durchlaufen ähnliches Verfahren wie Astronauten
Zu den Aufgaben der Besatzung zählen etwa simulierte Weltraumspaziergänge, wissenschaftliche Forschung, der Einsatz von Virtual Reality und Robotersteuerungen. Die Ergebnisse sollen demnach wichtige Erkenntnisse liefern, mit denen potenzielle Probleme bei künftigen bemannten Raumfahrtmissionen zum Mond und zum Mars verhindert oder gelöst werden können.
Dazu sagt Grace Douglas, die zuständige leitende Nasa-Wissenschaftlerin: „Simulationen auf der Erde werden uns helfen, die körperlichen und geistigen Herausforderungen zu verstehen und zu bewältigen, denen sich die Astronauten stellen müssen, bevor sie starten.“
An die Bewerber stellt die Nasa hohe Ansprüche. Die Auswahl der Besatzung erfolgt nach den gleichen Kriterien wie für Astronautenbewerber. Erforderlich ist ein Master-Abschluss in einem MINT-Fach wie Ingenieurwesen, Mathematik, Biologie, Physik oder Informatik. Bewerber, die ein zweijähriges Promotionsstudium im MINT-Bereich, ein Medizinstudium oder ein Testpilotenprogramm abgeschlossen haben, werden ebenfalls berücksichtigt.
Perseverance buddelt erstes Loch auf dem Mars – und geht leer aus
Berliner kommen dafür allerdings nicht infrage, denn nur Menschen mit US-Staatsbürgerschaft oder ständigem Wohnsitz in den USA dürfen sich bewerben.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]