Beutekunst im Zweiten Weltkrieg

Raubkunst: Sohn eines Nazi-Besatzers gibt russischen Schatz zurück

Der Vater hatte als Besatzer in der Sowjetunion 91 historische Bücher geraubt. Nach 79 Jahren kehren sie heim, ihr Besitzer wurde gefunden. Wie kam es dazu?

Wiebke Hollersen
Wiebke Hollersen
9 Min
Hans-Erich Frey (l.) übergibt einen Katalog der Eremitage symbolisch an Klaus-Dieter Heinze.

Hans-Erich Frey (l.) übergibt einen Katalog der Eremitage symbolisch an Klaus-Dieter Heinze.

© Berliner Zeitung/Markus Wächter

Es war der Sommer 1942. Deutschland hatte ein Jahr zuvor die Sowjetunion überfallen. Die Front verlief nun knapp hinter Woronesch, das etwa 500 Kilometer südlich von Moskau liegt. 212 Tage hielt sich die Wehrmacht in der Stadt. Fast jeder zehnte Einwohner von Woronesch kam in dieser Zeit ums Leben oder wurde zur Zwangsarbeit verschleppt. Bis der Krieg gegen Deutschland gewonnen war, verloren 27 Millionen Sowjetbürger ihr Leben.

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