Gerichtsprozess

Gutachter: Offizier Franco A. legte rassistische Masterarbeit vor

Dem Gutachten zufolge verfasste der unter Terrorverdacht stehende Angeklagte keine wissenschaftliche Arbeit, sondern entwarf eine Verschwörungstheorie.

Team News Eva Maria Braungart dpa/eb
1 Min
Der Bundeswehroffizier Franco A. steht unter Terrorverdacht (Symbolbild).

Der Bundeswehroffizier Franco A. steht unter Terrorverdacht (Symbolbild).

© imago/phototek

Die Arbeit sei pseudowissenschaftlich, heißt es in dem Gutachten. Sie habe appellativen Charakter und rufe zu gewaltsamem Widerstand auf. Der Verfasser schwadroniere über Volk, Nation und Rassenkampf, bezeichne Demokratie und Menschenrechte als Gefahr. Dabei benutze er „explizit rassistisches Vokabular“, das an NS-Propaganda erinnere. Der Gutachter bezeichnete A.s Rhetorik als gefährlich, da sie seine Haltung anschlussfähig über das rechte Milieu hinaus machen könne. Zu dem Gutachten äußern wird sich A. voraussichtlich beim nächsten Prozesstag kommenden Donnerstag.

Dem aus Offenbach stammenden A. wird unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zur Last gelegt. Er soll Anschläge auf Politiker geplant und ein Doppelleben als angeblicher syrischer Flüchtling geführt haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe zum größten Teil.

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