Nach und nach verschwindet der dunkle Lack des gespendeten Tourenrads unter weißer Farbe, kurz darauf ist auch der Sattel weiß. Vor der Geschäftsstelle des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Berlin in der Kreuzberger Möckernstraße verwandeln Susanne Grittner und ihr Team ein Rad nach dem anderen in ein Monument für den Tod auf Berlins Straßen. „Wir würden mit dieser Arbeit sofort aufhören, wenn keine Radfahrerinnen und Radfahrer mehr im Berliner Straßenverkehr getötet würden“, sagt die 52-Jährige, die als Meteorologin am Umweltbundesamt arbeitet. Doch sie weiß, dass das unrealistisch ist. Der nächste Geisterrad-Tag wird kommen. Und zwar bald.
Verkehrstote in Berlin
Mahnmale gegen Gewalt: Susanne Grittner ist Herrin der Berliner Geisterräder
Knapp 150 weiße Räder hat die stellvertretende ADFC-Landeschefin schon aufgestellt, nun wurde der Vorrat wieder aufgefüllt. Denn die Gefahren sind geblieben.
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Das nächste Mahnmal steht schon bereit: Susanne Grittner, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC Berlin, neben einem Geisterrad. Seit 2009 hat sie fast 150 der weißen Räder aufgestellt.
© Berliner Zeitung/Markus Wächter
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