Bundeswehr

Afghanistan-Veteranen: „Es war nicht alles sinnlos“

Viele Soldaten sind geschockt und wütend über den Sieg der Taliban. Sie wollen sich ihren Einsatz aber nicht schlechtreden lassen.

Sabine Rennefanz
Sabine Rennefanz
5 Min
Bundeswehrsoldaten in Kundus, Afghanistan.

Bundeswehrsoldaten in Kundus, Afghanistan.

© dpa/Michael Kappeler

Wenn man mit Afghanistan-Veteranen redet, fallen Worte wie „enttäuscht“, „bitter“, „wütend“. Sie wundern sich über die riesige Welle öffentlicher Aufmerksamkeit, die Afghanistan in den vergangenen Tagen aus breiten Teilen der Bevölkerung erfahren hat. In den Monaten, Jahren zuvor habe sich aus Deutschland kaum jemand für die Lage im Land interessiert, darauf weisen mehrere Gesprächspartner hin. Die Zahl der Bundespolitiker, die das Land besuchten, habe im Laufe der Jahre immer weiter abgenommen. Ende Juni war die Mission offiziell beendet worden, Bundeswehrsoldaten aus dem Feldlager Masar-i-Sharif wurden ausgeflogen. Schon damals gab es Warnungen, dass bald ein Bürgerkrieg ausbrechen würde.

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