Nach Angaben des Umweltministeriums kommt es in Brandenburg immer mal wieder zu Unfällen mit Elchen. Zwischen 2012 und 2020 seien sechs Unfälle auf Autobahnen, Bundesstraßen und Bahnstrecken gezählt worden. Der Schutz der Elche sei gegenwärtig nur schwer möglich, da sie unvermutet irgendwo auftauchten und meist genauso wieder verschwänden, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.
Im Naturpark Nuthe-Nieplitz (Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark) wurde jedoch ein Elch-Schild aufgestellt. Dort lebt ein „Bert“ genannter Elch.
Wie viele Elche es in Brandenburg gibt, ist unklar
Im Jahr 2021 gab es nach Ministeriumsangaben zwischen März und August bislang sieben Meldungen über Elche in Brandenburg. Anfang April wurden zwei Elche bei Groß Ziethen (Landkreis Barnim) gesehen. Am 21. August habe das Landeskompetenzzentrum in Eberswalde, das Elchsichtungen dokumentiert, die Meldung über eine Elchsichtung bei Ahrensfelde (Barnim) erhalten. Mit einiger Wahrscheinlichkeit sei es die Elchkuh gewesen, die in der Nacht bei dem Unfall auf der A11 ums Leben kam, hieß es.
Wie viele Elche derzeit in Brandenburg leben, sei durch die Wanderbewegung der Tiere nicht eindeutig zu erfassen, teilte das Ministerium mit. Eine feste Elch-Population gebe es in dem Bundesland nicht, meist nur sporadisch durchziehende Einzeltiere oder Mütter mit Jungtier. Sicher sei aber, dass „Bert“ in dem Naturpark Nuthe-Nieplitz lebt.
Die Tiere kämen sehr wahrscheinlich aus Polen. Sichtungen gebe es seit 2013 aus fast allen Landkreisen Brandenburgs, hieß es. Einzige Ausnahme sei der Landkreis Havelland.
Polizeibericht Berlin
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