Amtsgericht München

1,8 Millionen Euro Geldstrafe: Jérôme Boateng wegen Körperverletzung schuldig

Der frühere Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung an seiner früheren Lebensgefährtin verurteilt worden.

Team News sid/dpa
2 Min
Der Fußball-Profi und ehemalige Nationalspieler Jerome Boateng zu Beginn des Prozesses gegen ihn im Amtsgericht München.

Der Fußball-Profi und ehemalige Nationalspieler Jerome Boateng zu Beginn des Prozesses gegen ihn im Amtsgericht München.

© dpa/Peter Kneffel

Der langjährige Star von Bayern München wurde schuldig gesprochen, seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter seiner Zwillingstöchter (10) während eines Karibikurlaubs vor drei Jahren vorsätzlich verletzt und beleidigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren gefordert – und eine Geldauflage von 1,5 Millionen Euro. Sie wirft ihm vor, seine Ex-Lebensgefährtin im Juli 2018 bei einem Urlaub auf den Turks- und Caicosinseln in der Karibik attackiert zu haben. Laut Anklage soll er sie geschlagen, geboxt, ihr in den Kopf gebissen, sie auf den Boden geschleudert und dabei heftig beleidigt haben. Die Vorwürfe lauten auf Beleidigung und Körperverletzung.

Das Gericht ging allerdings in seinem Urteil nur von „einem Faustschlag“ ins Gesicht aus. Boateng hat die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, er habe seine Ex-Freundin nie geschlagen. Sein Verteidiger beantragte Freispruch.

Staatsanwältin Stefanie Eckert bezeichnete die Frau als „Opfer häuslicher Gewalt“. Allerdings sei nicht nur sie Opfer geworden, sondern auch Boateng – „Opfer ihrer gemeinsamen toxischen Beziehung“.

Boateng nahm die Entscheidung äußerlich gelassen entgegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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