Soheils Familie ist aus dem Iran nach Deutschland gekommen, weil es dort für sie als Juden keine Zukunft gab. Warum sie in Berlin ausgerechnet in einem Bezirk mit einem großen Anteil muslimischer Bevölkerung landen, erklärt der Film nicht. Er konzentriert sich auf die Perspektive des Jungen. Vermutlich ist den Eltern die kulturelle Mischung kaum bewusst. Aber Soheil, sensibel gespielt von Doguhan Kabadayi, landet mitten in einer Kampfzone um Aufmerksamkeit und Macht. Das ist nichts, was man in diesem Alter zu Hause erzählen kann. Der zunächst sanft wirkende Junge macht eine Wandlung durch. „Pubertät“, sagt der Vater zur Mutter.
Neu im Kino
„Ein nasser Hund“: Das ist der Wedding
Der Film „Ein nasser Hund“ erzählt von einem jungen Juden, der auf muslimisch geprägte Jugendgangs trifft. Dieses Berlin sieht man selten im Kino.
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Doguhan Kabadayi spielt die Hauptrolle in „Ein nasser Hund“.
© ‚Volker Roloff/ Carte Blanche International‘
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