Auf den ersten Blick könnte das kiefergrün gestrichene Haus in der Weserstraße 166 einfach eine weitere dieser hippen Kneipen Nord-Neuköllns sein. Im ersten Obergeschoss hängt eine Regenbogenflagge mit der Aufschrift „Peace“ aus dem Fenster. Unten vor der dunklen Fassade sind hellhölzerne Bänke, Tische und Stühle aufgestellt. Man ahnt nicht, was einen in den hinteren Räumen erwartet. Doch was die eingegitterte Rotlichtlampe an der Außenmauer zu bedeuten hat, können einem am besten die beiden Männer erklären, die gerade einen mannshohen schwarzen Kühlschrank über die Türschwelle hieven. Man könnte meinen, sie zögen gerade gemeinsam hier ein, an diesem spätsommerlichen Mittwochnachmittag im September. Das Sonnenlicht fühlt sich noch ein letztes Mal besonders intensiv an, gerade weil schon leichte Herbstluft durch die geschäftige Straße weht, die den coolen und dabei doch urban-dörflichen Look von Nord-Neukölln definiert wie wohl keine zweite.
Berliner Medien
Von Neukölln in die Welt: der Radiosender Refuge Worldwide
Refuge Worldwide wird in über 80 Ländern gehört. Was macht den kleinen Sender aus dem Neuköllner Weserkiez so speziell? Und wer sind die Menschen dahinter?
Stefan Hochgesand
8 Min
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Auf Sendung: George Patrick (l.) und Richard Akingbehin sind die Menschen hinter der kleinen Radiostation Refuge Worldwide.
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Joseph Wolfgang Ohlert
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