Afghanistan-Krise

Taliban fordern humanitäre Hilfe von Deutschland

Dabei könne es sich um Investitionen, Wiederaufbauprojekte „oder jede Art humanitärer Unterstützung“ handeln, so ein Taliban-Sprecher im afghanischen Kundus.

Team News Mike Wilms dpa/mow
1 Min
Taliban-Kämpfer in der afghanischen Hauptstadt Kabul (Archivbild)

Taliban-Kämpfer in der afghanischen Hauptstadt Kabul (Archivbild)

© AFP/Bulent Kilic

Die Taliban hatten Kundus am 8. August erobert. Eine Woche später übernahmen die militanten Islamisten auch in der afghanischen Hauptstadt Kabul die Macht. Die letzten US-Truppen verließen Afghanistan Ende August. Damit endete nach fast 20 Jahren der internationale Militäreinsatz. Die Provinz Kundus mit der gleichnamigen Hauptstadt war in dieser Zeit ein Schwerpunkt des militärischen und zivilen Engagements Deutschlands.

Taliban-Sprecher: Wir haben Frieden nach Afghanistan gebracht

Ruhani kritisierte, die Internationale Gemeinschaft habe in den vergangenen 20 Jahren in Afghanistan eine „korrupte Regierung“ unterstützt, ihre Hilfe aber mit der Machtübernahme der Taliban eingestellt. Die Taliban hätten Frieden nach Afghanistan gebracht. Er betonte: „Wir sind keine Terroristen.“

Zur umstrittenen Frauenpolitik der Taliban wollte der Provinz-Sprecher sich nicht äußern. Er verwies stattdessen auf die Übergangsregierung der Taliban in Kabul. Ruhani sagte lediglich, die Taliban schätzten alle Bürger, sowohl Frauen als auch Männer.

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