Corona-Maßnahme verschwinden

RS-Virus bei Kleinkindern: Arzt warnt vor mehr schweren Verläufen

Viele Viruserkrankungen sind im letzten Winter dank der Corona-Maßnahmen kaum aufgetreten. Dafür können sie in diesem Herbst umso heftiger zuschlagen.

Team News Christian Gehrke dpa/str
2 Min
Deutliche Warnzeichen für das RS-Virus sind mehr als 38 Grad hohes Fieber, Atemschwierigkeiten, Probleme beim Füttern und/oder bläuliche Lippen und Nägel (Symbolbild).

Deutliche Warnzeichen für das RS-Virus sind mehr als 38 Grad hohes Fieber, Atemschwierigkeiten, Probleme beim Füttern und/oder bläuliche Lippen und Nägel (Symbolbild).

© dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Der Erreger geht normalerweise hauptsächlich in den Wintermonaten um, doch dieses Jahr beginnt die Zunahme der RSV-Infektionen laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) früher. Von Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 haben laut Mediziner Kahl „Hygiene- und Lockdown-Maßnahmen“ eine starke Ausbreitung des Respiratorischen Synzytial-Virus verhindert, wie der RS-Virus ausgeschrieben heißt.

Die Folge: Wesentlich mehr Kinder als in den vorangegangenen Jahren seien ohne Abwehr gegen diese Viren und deutlich mehr Minderjährige könnten einen schweren Verlauf entwickeln, so der Experte des BVKJ. Besonders gefährdet seien Frühgeborene sowie Kinder mit einem Herzfehler, einer Lungenerkrankung oder einer Immunschwäche.

Was sind deutliche Warnzeichen? Mehr als 38 Grad hohes Fieber, Atemschwierigkeiten, Probleme beim Füttern und/oder bläuliche Lippen und Nägel, zählt Kahl auf. In dem Fall sollten sie Eltern sofort ärztlichen Rat holen. (www.kinderaerzte-im-netz.de)

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