Nach wie vor werden die Schüler zweimal pro Woche verpflichtend in der Schule getestet, das gilt ebenso für die ungeimpften Erwachsenen im Kollegium. Daraus folgt, dass das Infektionsgeschehen in der Altersgruppe der Sechs- bis 18-Jährigen stärker belichtet und systematischer ausgewertet wird als das in anderen Altersgruppen und Bereichen des öffentlichen Lebens.
Die Infektionszahlen bewegen sich seit vier Wochen auf einem sehr ähnlichen Niveau, sie liegen in einem Bereich zwischen 800 und 1000 Schülern. Bei den geschlossenen Lerngruppen gibt es jedoch eine deutliche Veränderung. Zum Vergleich: Am 20. August, dem Ende der zweiten Schulwoche, wurden vorsichtshalber 82 Lerngruppen geschlossen – momentan gibt es nur noch 23 geschlossene Lerngruppen.
Zweite Schulwoche: 804 Berliner Schüler positiv getestet
Hier zeigen sich schon die Effekte einer veränderten Politik: Dass die Gesundheitsverwaltung die Quarantäne-Zeit inzwischen von 14 auf fünf Tage verkürzt hat und die Berliner Amtsärzte inzwischen viel selektiver vorgehen bei der Frage, wer im schulischen Umfeld einer positiv getesteten Person überhaupt in Quarantäne geschickt wird. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass bei einem eher gemäßigten Infektionsgeschehen viele Kinder, Jugendliche und ihre Eltern unter häufiger Quarantäne und erneutem Unterrichtsausfall leiden. Tilmann Kötterheinrich-Wedekind, der Schulleiter an der Ernst-Abbe-Grundschule in Neukölln, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass bisher ein weitgehend normalisierter Schulbetrieb möglich ist.“
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