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Nach der Bundestagswahl

Sondierung: Baerbock spricht nach Treffen mit der FDP von „historischem Moment“

Grüne und FDP dürften nach dieser Bundestagswahl zu den Königsmachern werden. Denn entweder bilden sie mit der SPD oder der CDU eine Regierung.

Christian Gehrke Team News AFP dpa/chg
3 Min
Grünen-Chefin Annalena Baerbock (Bildmitte) am Freitagmittag zusammen mit Robert Habeck (links) und FDP-Chef Christian Lindner. 

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (Bildmitte) am Freitagmittag zusammen mit Robert Habeck (links) und FDP-Chef Christian Lindner. 

© dpa/Michael Kappeler

Mit großen Worten hielt man sich, obwohl es ja eigentlich nichts zu sagen gab, trotzdem nicht zurück: Annalena Baerbock sagte, nach der Bundestagswahl gebe es den Auftrag, ein neues Bündnis zu schaffen. „Das ist auch ein historischer Moment in unserer Gesellschaft, in unserem Land.“ Dies setze eine Politik voraus, die sich nicht am kleinsten gemeinsamen Nenner ausrichte, sondern zu einem „wirklichen Aufbruch“ und für Erneuerung sorge – gerade bei den großen Zukunftsaufgaben, wo es über Jahre Stillstand gegeben habe. Dafür seien vertrauensvolle Gespräche notwendig.

Lindner: Die Menschen haben sich gegen Status quo entschieden

FDP-Chef Christian Lindner nannte die Bundestagswahl eine Zäsur. „Die Menschen haben sich gegen den Status quo entschieden, es soll etwas Neues in Deutschland entstehen.“ Man trete in eine offene Situation, in der vieles neu gegründet und begründet werden könne. Lindner nannte etwa die technologischen Grundlagen des Zusammenlebens.

Der Prozess hin zu einer möglichen gemeinsamen Regierung habe „in guter Atmosphäre begonnen“, sagte FDP-Chef Lindner weiter. Man müsse sehen, dass „beide Parteien für Veränderung stehen, aber nicht notwendigerweise für die gleichen Veränderungen“, sagte Grünen-Chef Robert Habeck. Es sei wichtig, jetzt den richtigen gemeinsamen Ansatz zu finden. „Wenn man die Schraube schräg einsetzt, wird sie nie wieder gerade“, sagte Habeck. Es gehe jetzt darum, „einen Aufbruch gemeinsam zu schaffen“, sagte die Co-Vorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock.

Bei der zweiten Runde sogenannter Vorsondierungen solle es konkreter um Inhalte und Ziele einer möglichen künftigen Koalition gehen. Dazu haben beide Parteien Verhandlungsteams zusammengestellt.

Grüne und FDP hatten die Gespräche zur Regierungsbildung am Dienstag eingeleitet. Von Sonntag an steigen dann auch die SPD als stärkste Kraft nach der Bundestagswahl und die Union in Gespräche ein. Beide streben jeweils ein Bündnis mit Grünen und FDP an – also entweder eine sogenannte Ampelkoalition unter Führung der SPD oder ein sogenanntes Jamaika-Bündnis unter Führung der Union.

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