Nach der Bundestagswahl

Wahl-Niederlage der CDU: Söder attackiert Armin Laschet

Der CSU-Chef redet Tacheles: Die Deutschen wollten einen „anderen Kanzlerkandidaten als den, den CDU und CSU aufgestellt haben.“

Christian Gehrke chg/dpa
2 Min
Markus Söder spricht am Samstag während der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in der Stadthalle Deggendorf.    

Markus Söder spricht am Samstag während der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in der Stadthalle Deggendorf.    

© dpa/Armin Weigel

Die CSU habe sich „inhaltliche Akzente der Erneuerung“ erhofft. Als ein Beispiel nannte Söder die Forderung nach Steuerentlastungen für Mittelschicht, Unternehmensgründer und Leistungsträger. „Nur der Hinweis darauf, es ändert sich nichts, ist keine Motivation, keine Stimulation.“

Markus Söder: „Die Ampel ist am Zug“

Ohne die CDU beim Namen zu nennen, forderte Söder die Schwesterpartei auf, sich in Berlin nicht bei FDP und Grünen anzubiedern, um in der Regierung bleiben zu können. „Die Ampel ist am Zug“, sagte der CSU-Chef. Nur vor der Tür zu sitzen und darauf zu warten, dass man bei irgendeiner hakenden Verhandlung mit der Ampel dann mal zufällig reingeholt wird, sei schwierig. „Wir sind nicht nur der dauerhafte Ersatzkandidat.“

Söder nannte die Wahlniederlage eine Zäsur für CDU und CSU. „Die Union hat überall verloren, und zwar breit und tief. (...) Wir sind bei den Jungwählern nur noch auf Platz vier.“ Auch die CSU habe ein schlechtes Ergebnis eingefahren, „ein sehr schlechtes“. Und: „Es war auch so, dass unser eigenes Personal nicht so zog, wie wir es erwartet haben.“

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