Ärger und Frust

Chaos am BER zum Ferien-Start in Berlin: Urlauber verpassen ihre Flüge

Die Herbstferien beginnen in Berlin und Brandenburg und am Flughafen BER kommt es auch am Sonntag zu langen Warteschlangen.

Christian Gehrke Team News chg/dpa
3 Min
Der Beginn der Herbstferien hat am BER Samstag und Sonntag für Chaos gesorgt. Aktuell kommt es noch zu langen Wartezeiten.  

Der Beginn der Herbstferien hat am BER Samstag und Sonntag für Chaos gesorgt. Aktuell kommt es noch zu langen Wartezeiten.  

© dpa/Christoph Soeder

Insgesamt laufe es am Sonntag jedoch besser als am Tag davor. Passagiere, die nach langem Warten ihren Flug nicht mehr erreicht hätten, seien Einzelfälle gewesen, sagte der Sprecher. Am Samstag hatte es schon morgens und vor allem vor den Check-in-Schaltern lange Schlangen und zum Teil stundenlange Wartezeiten gegeben.

Dem Eindruck, dass es am Sonntag am BER besser laufe, widersprechen einige Wartende. Auf Twitter kursieren Fotos, dass sich jetzt noch lange Schlangen bilden. Auch am Sonntag gab es Ärger, weil Urlauber ihre Flüge verpassten. 

Passagierin: Tegel hätte niemals geschlossen werden sollen

Am Sonntagvormittag waren die Schlangen im Terminal 1 des Hauptstadtflughafens im brandenburgischen Schönefeld in der Mehrzahl noch überschaubarer, wütende und ratlose Passagiere gab es aber dennoch. „Mein Flieger nach Frankfurt ist weg“, sagte Günther Ziemer. Zwei Stunden habe er gewartet, dann sei die Maschine ohne ihn abgeflogen. Beim Einchecken ging es nicht schnell genug voran. Der Berliner, der weiter nach Dubai reisen wollte, beklagte „chaotische Verhältnisse“.

Harald Sterzenbach, ebenfalls aus Berlin, hatte denselben Flug gebucht – und nach mehr als eineinhalb Stunden vergeblicher Wartezeit verpasst. Er beschwerte sich über Fehlorganisation und Personalmangel. „Das ist unmöglich“, sagte er, „eine Zumutung“. Es sei einfach falsch gewesen, den Flughafen in Tegel nach der Eröffnung des BER zu schließen.

Eine Berlinerin, die über Frankfurt nach Buenos Aires weiterreisen wollte, war dagegen trotz verpasster Maschine entspannt. „Ich hoffe, dass ich noch einen anderen Flug bekomme“, sagte sie. Der Weiterflug sei erst am späten Abend.

Die Corona-Bestimmungen sorgen für längere Wartezeiten 

Beim Check-in für den Flug nach Athen nur wenige Meter weiter gab es keine erkennbaren Probleme. „Es geht normal voran und ist gut organisiert“, sagte eine Berlinerin, die mit ihrer Familie in der Warteschlange stand. Von ähnlichen Erfahrungen berichteten auch andere Passagiere.

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Für die Abfertigungsgeschwindigkeit an den Check-in-Schaltern seien die Fluggesellschaften verantwortlich, sagte der Flughafensprecher. Am Samstagmorgen hatten Reisende über die sozialen Medien von endlosen Warteschlangen quer durch die Check-in-Hallen berichtet. Dabei war der Samstag mit etwa 55.000 Flugreisenden nicht der Hauptreisetag. Am Freitag sei mit rund 65.000 Fluggästen noch mehr los gewesen, sagte der Sprecher - „eine der höchsten Zahlen bei uns während der Corona-Pandemie“. Probleme wie am Wochenende habe es da nicht gegeben.

Grund für die langen Warteschlangen waren dem Sprecher zufolge Engpässe an den Check-in-Schaltern. In Corona-Zeiten würden die Abläufe deutlich länger dauern, beispielsweise wegen der Kontrolle von Impfnachweisen. Wenn es dann an einer Stelle hakt, kommt es schnell zu Staus.

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