„Für einen Staat, der regelmäßig andere über den Ablauf korrekter Wahlen belehrt, gab es erstaunlich viele strukturelle Unregelmäßigkeiten“, schreibt Die Partei auf ihrem Meldeportal. Unter anderem haben Stimmzettel gefehlt oder wurden vertauscht, Wahlberechtigte gaben bis weit nach 18 Uhr ihre Stimmen ab und vor den Wahllokalen bildeten sich lange Warteschlangen – teilweise lag die Wahlbeteiligung bei über 100 Prozent. Laut SPD-Innensenator Andreas Geisel hatten 4,5 Prozent der Berliner Wahllokale Probleme.
Wahlwiederholung – aber bitte ohne Wahlkampf
Am 14. Oktober soll das amtliche Endergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus vorliegen. Danach läuft die Frist zum Einspruch gegen das Wahlergebnis – einen Monat lang. Diese Einspruchsmöglichkeit wollen gleich mehrere politische Akteure nutzen – neben Fridays For Future auch die Partei Die Partei. Auf ihrer Plattform Chaoswahl Berlin fragt die Sonneborn-Partei daher detailliert die Probleme der Wahlberechtigten ab. „Eine Beschwerde muss Substanz haben, deshalb wollen wir so viele Erfahrungsberichte wie möglich sammeln“, schreibt die Partei. Bisher wurde das Formular 86 Mal ausgefüllt.
Mit Sackkarre: Hausmeister musste Stimmzettel durch Berlin-Marathon fahren
Als Teilnahmenachweis winkt eine „Demokratieretter“-Urkunde des Bundesvorsitzenden und Europaabgeordneten der Partei, Martin Sonneborn. „Wie bei den Bundesjugendspielen“, witzeln die Initiatoren. Auf einen erneuten Wahlkampf will Die Partei übrigens verzichten: „Wir haben in den vergangenen Wochen für unser Leben genug doofe Wahlplakate gesehen. Smiley!“
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