Laut Aussage eines Zeugen soll der Autofahrer mit seinem Fahrzeug gegen 0.30 Uhr bei Rot von der Landsberger Allee nach rechts in die Liebenwalder Straße eingebogen sein. Dabei habe er die Straßenbahn offenbar nicht bemerkt. Hieß es zunächst, dass der Fahrer einen Auftrag des Fahrdienstvermittlers Uber übernommen hatte, wies ein Sprecher des Unternehmens dies am Sonntagnachmittag zurück. „Der Fahrer hat schon seit einiger Zeit keine Aufträge mehr für uns ausgeführt“, sagte der Sprecher der Berliner Zeitung. Formell handelt es sich um einen Mietwagen mit Fahrer, der nicht zum Vermittlungsunternehmen gehört. Außer Uber vermitteln in Berlin FreeNow und Bolt Aufträge an Mietwagenbetreiber. Am Montag teilte FreeNow auf Anfrage der Berliner Zeitung mit, dass die Fahrt nicht über diese App gebucht wurde.
Die Straßenbahn erfasste nach Angaben der Polizei das Auto und schleifte es meterweit mit. Die Straßenbahn entgleiste dabei. Der Toyota drängte bei dem Aufprall die Tram nach links aus den Gleisen. Dabei wurde ein massiver Oberleitungsmast von der linken Seite der Tram komplett umgelegt.
Zeugen: Schaulustige und Gaffer behindern Unfallrettung
Zeugen, die zufällig an der Unfallstelle mit ihren Autos hinzukamen, hielten an und wollten helfen. Wie es vor Ort hieß, wurde die Unfallrettung massiv von Schaulustigen und Gaffern behindert. 54 Einsatzkräfte und 20 Fahrzeuge waren im Einsatz. Wegen der Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme war die Unfallstelle an der Landsberger Allee für knapp fünf Stunden gesperrt. Die Polizei ermittelt weiter den Unfallhergang.
Polizeibericht Berlin
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