Knapp sieben Wochen umfasst die erzählte Zeit in dem Buch „Februar 33“ von Uwe Wittstock. In jenen Wochen wurde aus der Weimarer Republik ein diktatorischer Staat. Was der in der Welt noch anrichten sollte, wie der die Ausrottung der Juden plante, war in seinem Ausmaß noch nicht zu ahnen. Doch wie rasend schnell nach der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 demokratische Strukturen zerschlagen und Erlasse verkündet wurden, wie sich die Situation auf den Straßen und den öffentlichen Einrichtungen veränderte, das hätte man schon in seinem Programm lesen können. Manifestiert wurde die Macht der NSDAP mit der Reichstagswahl am 5. März 1933, der letzten für lange Zeit, an der mehr als eine Partei teilnahm. Auch wie eingeschränkt die Wahlkampf-Möglichkeiten für die anderen waren, allen voran KPD und SPD, klingt im Text an. Aber das eigentliche Thema seines hervorragenden Buchs benennt der Autor im Untertitel „Der Winter der Literatur“.
Tage der Entscheidung
Uwe Wittstock: „Februar 33“ – Als ein Riss durch das literarische Leben ging
In seiner Liebe zur Literatur liegt das Geheimnis für die große Überzeugungskraft dieses Buches. Die Zeit wird erschreckend lebendig.
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Reichstagsbrand 1933, vom Brandenburger Tor aus gesehen. Der betrunkene Fallada will kokeln helfen.
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