Steigende Infektionszahlen

Berlin: Bezirke erwarten höhere Nachfrage bei Corona-Hotlines

Der Beratungsbedarf an den Telefonen dürfte mit weiter steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zunehmen. Die Berliner Bezirke bereiten sich vor.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Eine Mitarbeiterin einer Hotline nimmt Anrufe entgegen (Symbolbild).

Eine Mitarbeiterin einer Hotline nimmt Anrufe entgegen (Symbolbild).

© imago/Liesa Johannssen/photothek.net

Auch in anderen Bezirksämtern wie Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg oder Spandau gehe man trotz einer Impfquote von knapp 66 Prozent von einem Anstieg der Nachfragen aus. „Die Anzahl der Fragen wird vermutlich steigen, da die Menschen unsicher im Hinblick auf das weitere Prozedere sind, wenn sie zwar geimpft sind, aber dennoch einen Nachweis auf Corona haben“, sagte Michael Waibel, Büroleiter des Bezirksstadtrates für Soziales und Gesundheit in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Anrufer melden sich als Verdachtsfall oder als Kontaktperson

Seit Beginn der Pandemie hat die Gesundheitsverwaltung eine zentrale Hotline eingerichtet, zusätzlich bieten alle zwölf Bezirke eigene Hotlines an. Dort rufen Menschen an, um sich als Kontaktperson oder Verdachtsfall zu melden. Oder auch bei Fragen rund um die aktuellen Hygienevorschriften, Testmöglichkeiten oder Einreisebestimmungen.

Die Nachfrage hänge dabei stark von der Entwicklung der Corona-Fallzahlen ab: Je höher die Zahlen, desto höher sei die Nachfrage, sagte Gudrun Widders, Leiterin des Gesundheitsamtes in Spandau. Außerdem steige die Zahl an Anrufen auch vor Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten, kurz vor beziehungsweise zum Ende von Ferien oder auch nach Änderungen der Corona-Maßnahmen.

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Bezirke rechnen damit, das Personal aufstocken zu müssen

Die Auslastung der Corona-Hotline verlaufe – wie die Corona-Pandemie – wellenartig, so Liecke. „Wir rechnen schon damit, dass wir Anstiege haben werden und das Personal wieder aufstocken müssen. Vielleicht nur nicht in dem Ausmaß wie im letzten Jahr“, sagte Widders mit Blick auch auf den bevorstehenden Winter.

Insgesamt sind die Hotline-Anrufe im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich zurückgegangen. In der Hotline in Charlottenburg-Wilmersdorf beispielsweise liefen im September 2020 pro Woche durchschnittlich 1700 Anrufe ein – diesen September waren es etwa 450. In Berlin-Mitte hatten letztes Jahr im September wöchentlich etwa 1050 Menschen angerufen, dieses Jahr ungefähr 250. Ähnlich verhält es sich in anderen Bezirken.

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