Umweltzerstörung im Pazifik

Marshallinseln: Ohne Klima-Kampf sind sie in 50 Jahren weg

„Wir sind ein Land, das nur zwei Meter über dem Meeresspiegel liegt“, so die Vertreterin des Inselstaats beim Klimagipfel in Glasgow. Es drohten Überflutungen.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Wie lange wird es solche Inselparadiese noch geben? (Symbolbild)

Wie lange wird es solche Inselparadiese noch geben? (Symbolbild)

© Imago/ImageBroker/Ingo Schulz

Derzeit drohe ein Meeresspiegelanstieg von 0,5 Metern mit jährlichen Überschwemmungen. Land und Gebäude müssten immer weiter erhöht werden. „Ich kann nicht akzeptieren, dass die Marshallinseln in 50 Jahren Geschichte sind“, sagte Stege. „Es ist für niemanden weltweit akzeptabel, ein ganzes Land abzuschreiben.“ Die Marshallinseln mit etwa 60.000 Einwohnern, einer der kleinsten Staaten der Erde, erlebten bereits die Folgen des Klimawandels.

„Wir müssen hoffen, dass wir eine Zukunft haben“

Der Pazifikstaat stehe im Klima-Kampf an der vordersten Front und gehöre zu den gefährdetsten Akteuren. „Aber wenn man die am meisten Gefährdeten beschützt, schützt man sich selbst. Wir müssen hoffen, dass wir eine Zukunft haben“, sagte Stege. Es sei für ihr Land bereits eine Herausforderung, bei einer Erderwärmung von 1,1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu überleben. „1,5 Grad werden sehr schmerzhaft sein.“ Stege betonte, ihr Land benötige dringend Unterstützung.

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