Corona-Impfung

Hausärzte-Chef: „Wer nicht geimpft ist, sollte nicht in Pflegeheimen arbeiten“

Ulrich Weigeldt fordert eine Impfpflicht für Pflegekräfte. Gleichzeitig stellt sich der Hausärzte-Chef gegen den Vorschlag, die Impfzentren wieder zu öffnen.

Team News AFP/dak
2 Min
Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt hält es für selbstverständlich, dass sich Pflegekräfte gegen Corona impfen lassen (Archivbild).

Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt hält es für selbstverständlich, dass sich Pflegekräfte gegen Corona impfen lassen (Archivbild).

© Imago

„Aber die Regierung hat eine Impfpflicht kategorisch ausgeschlossen“, sagte Weigeldt weiter. „Das halte ich für ihren größten Fehler in der Corona-Politik neben den mangelnden Tests in den Heimen zu Beginn der Pandemie.“

Weigeldt: Wer nicht geimpft ist, „wird an Corona erkranken“

Der Hausärzte-Chef fordert Bund und Länder auf, beim angedachten Impfgipfel konkrete Ideen für Impfanreize zu entwickeln. „Die Rechnung in diesem Herbst und Winter ist relativ einfach: Entweder man lässt sich impfen – oder man wird an Corona erkranken mit dem Risiko für einen schweren Verlauf.“ Deshalb solle die Politik alles daran setzen, die bisher Ungeimpften doch von einer Impfung zu überzeugen.

Von einer Wiedereröffnung der Impfzentren hält Weigeldt nichts. Die Hausärzte seien die richtige Adresse für die Auffrischungsimpfungen. „Wir wissen, wer von unseren Patienten dran ist und bei wem eine Auffrischung Sinn macht“, betonte er. „Dazu ist das Hausarzt-Modell mit Kosten von 20 Euro pro Impfung deutlich günstiger als ein Impfzentrum.“

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