Tarifstreit beim Lieferdienst

Lieferando-Fahrer demonstrieren für höheren Lohn

Gewerkschaftsvertreter fordern einen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Essenslieferdienstes. Das Bonussystem von Lieferando lehnen sie ab.

Team News AFP
1 Min
Die Beschäftigten von Lieferando fordern mehr Lohn (Symbolbild).

Die Beschäftigten von Lieferando fordern mehr Lohn (Symbolbild).

© imago/Frank Sorge

„Es wird Zeit, dass auch die Fahrerinnen und Fahrer für ihre harte Arbeit einen vernünftigen Urlaubsanspruch, Zuschläge bei Arbeit in den Abendstunden, an Sonntagen und Feiertagen sowie ein 13. Monatsgehalt und einen verlässlichen Stundenlohn erhalten.“ Dafür kämpfe die NGG-Tarifkommission.

NGG: Bonussystem bestärkt Fehlverhalten im Straßenverkehr

Laut Gewerkschaft gewährt Lieferando ab einer bestimmten Anzahl von Lieferungen im Monat einen zusätzlichen Bonus pro Lieferung. Teilzeitbeschäftigte könnten diese Anzahl Lieferungen aufgrund ihrer Arbeitszeit nicht erreichen, kritisiert die NGG. Zusätzlich setze diese Regelung einen Fehlanreiz beim Verhalten im Straßenverkehr und könne jederzeit von Lieferando einseitig eingestellt werden.

Die NGG fordert seit längerem einen Tarifvertrag mit höheren Löhnen für die Lieferando-Fahrer. Das Unternehmen hatte daraufhin Ende August erklärt, es zahle durchschnittlich 13 Euro Stundenlohn. Die Beschäftigten hätten einen üblichen Urlaubsanspruch, erhielten Überstunden bezahlt und auch ihre Fahrt nach Schichtende zum Fahrradlager werde vergütet.

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