Volle Züge an Weihnachten: Lauterbach und Habeck wollen 3G im Fernverkehr
„Abwarten kostet Menschenleben“: Experten schreiben Brandbrief an Regierung
Nach Überzeugung von Politikern und Ärztevertretern stehen Deutschland äußerst harte Wochen in der Corona-Pandemie bevor. „Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen“, befand Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Ich habe mir noch nie in der Pandemie so große Sorgen gemacht wie jetzt“, sagte die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna.
Kretschmer schlägt Alarm: Müssen bis Ostern durchhalten
In der aktuellen vierten Pandemiewelle sind die Infektionszahlen auf ein Rekordniveau hochgeschnellt. „Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten“, wird Kretschmer in der Bild am Sonntag zitiert. Er stellte die Menschen zugleich darauf ein, dass die angespannte Situation noch Monate andauern wird. „Aus dem vergangenen Jahr wissen wir: Wir müssen bis Ostern durchhalten. Vorher wird diese Welle nicht zu Ende sein.“
Noch habe Deutschland die Chance, einen Lockdown in der Weihnachtszeit zu verhindern, betonte Kretschmer. „Aber die Zeit läuft uns davon.“ Der Ministerpräsident forderte eine 2G-Regel in ganz Deutschland, Kontaktreduzierungen und die Absage möglichst vieler größerer Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte.
Intensivmediziner über Lage in Krankenhäusern: „Das ist eine Notsituation“
Auch Intensivmediziner sind alarmiert. Christian Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), schrieb am Samstagabend auf Twitter: „Die eingeschränkte Betriebsfähigkeit der Intensivstationen und der Personalmangel haben ein All-Time-High erreicht. Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit.“ In der RBB-Abendschau warnte er: „Uns rennt im Moment wirklich die Zeit davon.“
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