Angespannte Corona-Lage

Corona in Österreich: Salzburger Kliniken bereiten Triage vor

Die Kliniken stellen ein Triage-Team zusammen. Eine Behandlung aller Patienten nach geltenden Standards könne bald nicht mehr garantiert werden.

Team News dpa/dak
2 Min
Das Triage-Team entscheidet, ob ein Patient noch intensivmedizinisch behandelt wird (Symbolbild).

Das Triage-Team entscheidet, ob ein Patient noch intensivmedizinisch behandelt wird (Symbolbild).

© dpa/Jens Büttner

Salzburg verzeichnet derzeit mit mehr als 1500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die höchste Sieben-Tage-Inzidenz unter den österreichischen Bundesländern. Knapp dahinter folgt Oberösterreich mit einem Wert von mehr als 1400. Österreichs Intensivmediziner forderten deshalb am Dienstag einen kurzen Lockdown für die Gesamtbevölkerung in diesen zwei Regionen. Die Situation sei „sehr, sehr angespannt“, sagte Walter Hasibeder, der Präsident des Berufsverbandes ÖGARI.

Corona: Österreichs Kanzler gegen Ausgangssperren

Die konservative ÖVP von Bundeskanzler Alexander Schallenberg hat sich in den vergangenen Tagen vehement gegen einen Vorstoß von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) gestellt, bundesweit nächtliche Ausgangsbeschränkungen einzuführen. Stattdessen setzt die konservative Kanzlerpartei auf den Lockdown für Ungeimpfte, der seit Montag in Österreich in Kraft ist. Mückstein will am Mittwoch die Lage neu bewerten.

In Reaktion auf den Hilferuf des Klinikbetreibers mit seinen vier Krankenhäusern kündigte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) Entlastungsmaßnahmen an. Unter anderem sollen manche Corona-Patienten in Zentren für medizinische Rehabilitation untergebracht werden.

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