Weil es nicht möglich gewesen sei, das Risiko für die Astronauten richtig einzuschätzen, werde der Außeneinsatz so lange verschoben, „bis weitere Informationen verfügbar sind“, erklärte die Nasa.
Mitte November hatte die Besatzung der ISS wegen herumfliegender Trümmerteile stundenlang in Deckung gehen müssen. Zuvor hatte Russland bei einem Raketentest einen eigenen Satelliten zerstört. Ob auch die Trümmer, vor denen am Dienstag gewarnt wurde, von diesem Raketentest stammen, war zunächst unklar.
USA rechnen mit Hunderten Trümmerteilen durch Raketentest
Die US-Regierung hatte Russland nach dem Raketentest vorgeworfen, die ISS in Gefahr gebracht zu haben. Moskau wies die Vorwürfe zurück. Die Sicherheit der ISS-Besatzung sei für Russland eine „Hauptpriorität“, erklärte die Raumfahrtbehörde Roskosmos.
Durch die Zerstörung des Satelliten waren laut US-Außenminister Antony Blinken 1500 nachverfolgbare Weltraumtrümmer und vermutlich „hunderttausende“ kleinerer Fragmente entstanden.
Gefährdung der ISS: USA untersuchen „Trümmer erzeugendes Ereignis im Weltraum“
Wegen der Trümmer waren die sieben Astronauten an Bord der ISS geweckt und aufgefordert worden, die Luken an der ISS zu schließen. Anschließend zogen sie sich für rund zwei Stunden in zwei an die Raumstation angedockte Raumkapseln zurück, die im Notfall zur Evakuierung genutzt werden können.
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