Über 250 Einsatzkräfte hatten am Dienstag mehr als 40 Objekte im In- und Ausland durchsucht und dabei 14 Haftbefehle vollstreckt. Allein in Berlin wurden zehn Verdächtige festgenommen, ein weiterer in Dortmund, zwei in Lettland und einer in Spanien. Die Bande soll nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) knapp fünf Tonnen Kokain von Südamerika nach Deutschland geschmuggelt haben. Die Lieferungen seien über Scheinfirmen abgewickelt worden.
Neben den vom BKA geleiteten Ermittlungen wurden am Dienstag zeitgleich Wohnungen und Büros von verdächtigen Polizisten und Bezirksmitarbeitern durchsucht. „Gegen zwei der Beschuldigten, darunter ein Polizeibeamter, wurden Haftbefehle erlassen“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin. Beide wurden bei den Razzien verhaftet und einem Haftrichter vorgeführt.
Straftaten vertuscht: Polizisten versuchten korrupte Kollegen zu decken
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich zudem Verdachtsmomente gegen fünf weitere Polizisten. Gegen sie werde wegen Strafvereitelung und Urkundenfälschung ermittelt. So wird drei der fünf Beamten vorgeworfen, dass sie die Bestechung und Ausstellung der falschen Dokumente vertuscht haben sollen, um ihren Kollegen und die Mitarbeiter des Bezirksamtes zu decken.
Fünf Tonnen Kokain geschmuggelt: BKA zerschlägt Drogen-Netzwerk
Bei den Durchsuchungen am Dienstag wurden diverse Beweismittel, darunter Handys, Laptops und Datenträger beschlagnahmt. Die Auswertungen dauern noch an, hieß es.
Polizeibericht Berlin
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]