Corona-Pandemie

RKI-Chef Wieler: Impfpflicht muss „sehr sorgsam“ überlegt werden

Der Präsident der Robert-Koch-Instituts fordert eine intensive, nachdenkliche Debatte. Gesundheitsminister Spahn bleibt skeptisch gegenüber einer Impfpflicht.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
RKI-Chef Lothar Wieler spricht am Freitag auf einer Pressekonferenz zur Corona-Lage.

RKI-Chef Lothar Wieler spricht am Freitag auf einer Pressekonferenz zur Corona-Lage.

© dpa/Kay Nietfeld

„Da braucht es wirklich eine intensive Debatte, um die Pros und Cons herauszuarbeiten (...) Das ist wirklich nicht so trivial.“ Das Land müsse da noch sehr viel diskutieren. „Ich wünsche mir, dass dort eine fundierte Diskussion stattfindet und dann auch eine wirklich informierte Entscheidung im Parlament“, sagte Wieler.

Jens Spahn hat „sehr skeptische Haltung“ zu Corona-Impfpflicht

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte am Freitag seine „grundsätzlich sehr skeptische Haltung, was eine allgemeine Impfpflicht angeht“. Er habe in dieser Frage sein Wort gegeben. „Das wird auch mein Abstimmungsverhalten bestimmen“, sagte er. Angedacht ist, dass der Bundestag über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht abstimmt, wobei der Fraktionszwang für Abgeordnete aufgehoben werden soll. Der Ethikrat soll außerdem bis Jahresende eine Empfehlung zum Thema vorlegen.

Wieler ergänzte: „Eins ist klar, ohne, dass alle Menschen einen Immunschutz haben, werden wir es sehr, sehr schwer haben, diese Pandemie zu einem Stillstand zu bringen.“

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