Corona-Pandemie

WHO: Risiko erneuter Ansteckung bei Omikron vermutlich höher

Allerdings gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation auch Hinweise auf weniger schwere Krankheitsverläufe als bei der Delta-Variante.

Team News Eva Maria Braungart AFP/eb
2 Min
Die Omikron-Variante könnte nach Angaben der WHO zu einer höheren Reinfektionsrate führen (Symbolbild).

Die Omikron-Variante könnte nach Angaben der WHO zu einer höheren Reinfektionsrate führen (Symbolbild).

© Imago/Eibner

Für eindeutige Schlussfolgerungen seien jedoch weitere Untersuchungen nötig. Tedros mahnte trotz der möglicherweise milderen Krankheitsverläufe weiterhin zur Vorsicht: „Jede Nachlässigkeit wird Menschenleben kosten.“ Auch der Leiter der WHO-Notfallabteilung, Michael Ryan, schloss sich der Warnung an. Vorläufigen Daten zufolge könnte die neue Variante demnach ansteckender sein als die Delta-Variante.

Drei Impfungen mit Biontech-Impfstoff nötig

Dies bedeute zwar nicht, dass das „Virus unaufhaltsam ist“, sagte Ryan. Allerdings müssten die Anstrengungen zur Unterbrechung der Übertragungsketten verdoppelt werden. Bei einer höheren Ansteckungsgefahr könnten mehr Menschen erkranken, die Gesundheitssysteme überlastet werden „und mehr Menschen sterben“, erklärte Ryan.

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech hatten am Mittwoch erklärt, ihr Vakzin weise eine geringere Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante des Coronavirus auf. Für einen umfänglichen Schutz sind demnach drei Dosen des Mittels nötig. Die Unternehmen vermuten jedoch, so heißt es, dass auch eine zweifache Impfung immer noch Schutz gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bietet. Biontech/Pfizer „gehen davon aus“, bis Ende März kommenden Jahres einen neuen Varianten-spezifischen Impfstoff bereitstellen zu können.

WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan warnte aber vor voreiligen Schlüssen über die Wirksamkeit der Impfstoffe bei Omikron. Die bisherigen Studien unterschieden sich bei den Angaben zur verringerten Wirksamkeit der Antikörper stark. Während einige von einer vier bis fünf Mal geringeren Wirksamkeit ausgingen, gäben andere den Wert mit 40 an, sagte Swaminathan. Zudem hätten sich die Studien allein auf die Wirkung der Antikörper beschränkt. „Wir wissen jedoch, dass das Immunsystem viel komplexer ist“, sagte sie.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

weltbune Banner