Wie gefährlich ist Berlin?

Der kriminelle Wochenrückblick: Koks-Lieferant, Rassist und Bombenbastler

In der zurückliegenden Woche ging es auf den Berliner Straßen wieder brutal zu. Unser Crime-Reporter Andreas Kopietz zieht wie jede Woche Bilanz.

3 Min
Feuerwehrleute löschen in Kreuzberg den Innenraum eines jener Autos, die der nun verhaftete Verdächtige angezündet haben soll.

Feuerwehrleute löschen in Kreuzberg den Innenraum eines jener Autos, die der nun verhaftete Verdächtige angezündet haben soll.

© Morris Pudwell

Viel zu tun gab es für unsere Ordnungshüter auch in der vergangenen Woche. So verursachte eine volltrunkene Autofahrerin in Lichtenberg mehrere Unfälle. Am Samstagabend sahen Kunden, wie die Frau auf einem Supermarktparkplatz mit ihrem Peugeot einen geparkten BMW und einen Seat rammte und dann wegfuhr. Polizisten erblickten später das Auto der Frau. Als sie ihr mit Blaulicht und Sirene folgten, raste sie in Schlangenlinien davon. Ihre Flucht endete in der Dorfstraße in Falkenberg, wo sie auf ein Auto des Polizeilichen Objektschutzes prallte. Sie hatte über drei Promille Alkohol intus.

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Die Arbeitswoche begann dann mit einem berlintypischen Klassiker: In Marzahn und Gesundbrunnen wurden in der Nacht zu Montag Autos angezündet. In der Hohenwalder Straße brannte ein Peugeot aus und in der Drontheimer wurde ein BMW durch Feuer zerstört.

Am selben Tag überfielen zwei Maskierte in Weißensee einen Antiquitätenhändler. Sie bedrohten den 72-Jährigen mit einer Pistole, schlugen auf ihn ein und verletzten ihn schwer. Mehrere Vitrinen gingen zu Bruch.

Wenn jetzt das Kokain etwas teurer ist, hat das einen Grund: Die Staatsanwaltschaft ließ am Dienstag einen Lieferdienst hochgehen. 250 Polizisten durchsuchten 15 Objekte. Sie stellten große Geldmengen, 300 Gramm Kokain, Schmuck und teure Autos sicher. Per Koks-Taxi hatte die Bande Tausende Drogen-Kunden in Berlin und im Umland beliefert.

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Am Mittwoch beleidigte ein betrunkener 43-Jähriger in Friedenau beim Einsteigen den Fahrer eines BVG-Busses wegen dessen dunkler Hautfarbe. Im Oberdeck warf er mit einer Flasche und einem Handy um sich. Als der Fahrer ihn des Busses verwies, beleidigte er ihn erneut rassistisch und machte Affengeräusche. Polizisten stellten bei dem Rassisten einen Alkoholwert von 1,8 Promille fest.

Eine gute Nachricht am Schluss: Am Donnerstag wurde ein mutmaßlicher Brandstifter verhaftet. Er soll in der Nacht zum 26. Oktober in Kreuzberg Autos angezündet haben. Sechs Wagen gingen in Flammen auf. Der 38-Jährige gehört zur linksradikalen Szene. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung waren Sprengstoffanalysten und -entschärfer der Kriminaltechnik im Einsatz. Mehrere einsatzfähige Brandsätze wurden beschlagnahmt.

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